Am 10. und 11. Juli 2025 fand die erste URBAN UTOPIA Conference in Berlin statt. Ein ungewöhnliches Event, das sich an alle richtete, die Pflanzen lieben und wertschätzen. Als Teilnehmer eines Vorbereitungstreffens konnte ich als Co-Creator und als Mitglied im Netzwerk Element Green als Sponsor daran teilhaben. Hier berichte ich über meine persönlichen Eindrücke und Highlights.
URBAN UTOPIA – Die Idee
Es ist fast ein Jahr her, als ich den Landschaftsgärtner, Musiker, und jetzigen Gründer von URBAN UTOPIA, Paul-Josef Baumann, kennenlernte.
Er berichtete mir von einem Projekt, das ihm sehr am Herzen lag, ein Begrünungs-Event, das er aktuell mit Rudolf Hetzel, Gründer und Geschäftsführer der Quadriga Hochschule, plante. Er entwickelte die Idee einer bundesweiten Veranstaltung rund um das Thema Greenification, das als Netzwerkinitiative Begrünungsfirmen, Architekturbüros und Pflanzenexpertinnen und Pflanzenexperten in Berlin zusammenbringen soll.
URBAN UTOPIA – Das Symposium
Es folgte eine Einladung zum URBAN UTOPIA Symposium. An einem sonnigen Februarabend kamen wir mit einer kleineren Gruppe im Atelier Gardens zusammen und die Ideen sind gesprudelt! Gemeinsam wurde die URBAN UTOPIA Conference vor- und weitergedacht, diskutiert und geplant – mit leckerer Zero-Waste Verköstigung vom Restaurant Roots Radicals, Berlin, und einem einmaligen Blick in die Zukunft.
URBAN UTOPIA – Conference 2025
Die URBAN UTOPIA Konferenz fand am 10. und 11. Juli 2025 erstmals in Berlin im Holzmarkt 25 statt. Sie wurde vom Start-up URBAN UTOPIA einberufen, das von Ebba Aniansson und Paul Baumann gegründet wurde. Unterstützt wurde die Konferenz von verschiedenen Co-Creators, darunter Expertinnen und Experten aus Architektur, Innovation, Kunst, Bildung und Pflanzenwirtschaft.
Am Abend des 10. Juli war es so weit. Etwa 350 Besucher fanden sich im Holzmarkt ein.
(Ein Veranstaltungsort, der für sich allein schon einen Besuch wert ist.)
Paul Baumann eröffnete die Veranstaltung und er startete gleich zu Beginn mit einem Statement: Er griff zu den Gitarren und sang für uns alle ein Lied. Das war wie eine Umarmung und ließ erahnen, dass diese Konferenz etwas Besonderes werden würde. Die Eröffnungsrede hielt Frau Britta Behrendt, Staatssekretärin für Klimaschutz und Umwelt. Es waren auffallend ehrliche, authentische, mahnende Worte und der Appell an unser aller Verantwortung. Und da war es wieder, so ein Gefühl von Verbundenheit, das sich über die ganze Konferenz ziehen sollte. Eine Verbundenheit, die auf dieser Konferenz ihren Ursprung in der Liebe zu Pflanzen und deren Wertschätzung hat.
Ein Kernsatz von Paul Bauman lautet: „Lasst uns die Pflanzen zum Vorbild nehmen“, denn anders als der Mensch zerstört die Pflanze nichts, um Neues zu schaffen. Sie transformiert, fügt hinzu und bereichert das, was bereits ist.
„Pflanzen sind mehr als nur Grün – sie sind Träger von Wissen und Verbindung. Ob in der Stadtbegrünung, in der Bildung oder in der Ernährung – sie geben Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit. Die Pflanze ist das verbindende Element bei all den unterschiedlichen Fachbereichen, die bei uns zusammenkommen. Sie steht im Zentrum der URBAN UTOPIA Conference.“
Was erfahre ich von Dir?
Neben den vielen großartigen Gesprächen, Vorträgen, Panels und Fachbeiträgen ist mir der Vortrag „Mit dem Lebendigen Kommunizieren“ von Dr. Hildegard Kurt besonders in Erinnerung geblieben.
Sie sprach über die Haltung, mit der wir den Dingen und Pflanzen in unserer Umwelt entgegentreten. So kann ein Wald als die Menge Holz, die es zu vermarkten gilt, angesehen werden oder als ein lebendiges Gegenüber, zu dem ich eine Beziehung aufbauen kann. Also als „Es“ oder als „Du“. Nur zu einem “Du“ kann ich in Beziehung treten (Vergl. Marin Buber). Es ist eine offene, fragende, empfängliche und resonanzfähige Haltung, die nach ihrer Auffassung nötig ist, um die Probleme unserer Zeit zu lösen. Diese Haltung verdichtet sich in der Frage „Was erfahre ich von Dir? “ mit der ich auf die Welt, die Pflanzen, Tiere und Dinge zugehen sollte.
URBAN UTOPIA – Die Menschen
Neben dem vielen Fachwissen, inspirierenden Momenten und fröhlichen Networkings auf der Dachterrasse waren es die Menschen, die mich begeistert haben. Ich schnappte diesen Satz auf:
„Es fühlt sich an wie ein Familientreffen, nur dass ich die Tanten und Neffen vorher noch nicht kannte“.
Ein paar habe ich kennenlernen und fotografieren dürfen.
Ich freu‘ mich auf URBAN UTOPIA 2026 und auf das, was ich noch alles erfahren kann.
In diesem Sinne



